Praktisch alle Android-Smartphones ab der Mittelklasse und alle iPhones ab dem iPhone 7 haben NFC. Entscheidend ist aber eine zweite Frage, die selten gestellt wird: ob das Gerät NFC-Tags auch im Hintergrund liest, also ohne dass vorher eine App geöffnet wird. Genau das macht den Unterschied, ob ein NFC-Aufsteller in der Praxis funktioniert.

Stand dieser Seite: August 2026. Statt einer Modellliste, die nach drei Monaten veraltet ist, steht hier die Regel je Hersteller und ein Selbsttest, der immer stimmt.

Selbsttest in zehn Sekunden

Android: Öffne die Einstellungen und tippe oben auf die Lupe. Gib NFC ein. Erscheint ein Treffer, hat dein Handy NFC. Erscheint keiner, hat es keins. Das ist die zuverlässigste Prüfung, weil sie unabhängig vom Hersteller und von der Android-Version funktioniert.

iPhone: Es gibt keinen NFC-Schalter in den Einstellungen, weil Apple NFC nicht abschaltbar macht. Maßgeblich ist allein das Modell, siehe unten.

iPhone: drei Stufen, die oft verwechselt werden

Modell Apple Pay NFC-Tag lesen Tag im Hintergrund, ohne App
iPhone 6 und 6s ja nein nein
iPhone 7, 8, X ja nur über eine App nein
iPhone XS, XR und alles danach ja ja ja

Das ist der Punkt, an dem die meisten Angaben im Netz ungenau werden. Das iPhone 6 hat zwar einen NFC-Chip, kann damit aber ausschließlich bezahlen. Das Lesen von NFC-Tags kam erst mit dem iPhone 7 und iOS 11, und auch dort nur, wenn der Nutzer vorher eine passende App öffnet. Erst ab dem iPhone XS und XR erkennt das Gerät einen Tag von selbst, sobald man es dagegen hält.

Drei Bedingungen müssen dabei erfüllt sein: Das iPhone ist entsperrt, es befindet sich nicht im Flugmodus, und die Kamera-App ist nicht geöffnet.

Android: die Regel statt einer Liste

Bei Android gibt es zu viele Modelle für eine vollständige Liste. Die Faustregel deckt den Alltag zuverlässig ab:

  • Samsung: Alle Galaxy S- und Note-Modelle haben NFC. Bei der A-Reihe haben es die mittleren und oberen Modelle, die ganz günstigen Einsteiger teilweise nicht.
  • Google Pixel: alle Modelle, ausnahmslos.
  • Xiaomi, Redmi, Poco: die meisten aktuellen Modelle, aber nicht alle günstigen Redmi-Varianten. Hier lohnt der Selbsttest.
  • OnePlus, Oppo, Honor, Motorola, Nothing: in der Regel ja, ab der unteren Mittelklasse aufwärts.
  • Sehr günstige Geräte unter etwa 150 Euro: häufig ohne NFC. Das ist die einzige Gruppe, bei der Zweifel wirklich angebracht sind.

Anders als beim iPhone kann NFC bei Android abgeschaltet sein. Wie du es einschaltest, steht in der Anleitung zum Aktivieren von NFC.

Warum das beim Bewertungsaufsteller kaum eine Rolle spielt

Wer einen NFC-Aufsteller einsetzt, stellt sich zu Recht die Frage, wie viele Kunden er damit erreicht. Die ehrliche Antwort: die große Mehrheit, aber eben nicht alle. Ein iPhone 8 oder ein günstiges Einsteiger-Android reagiert nicht auf das Anlegen.

Deshalb trägt jeder gute Aufsteller zusätzlich einen QR Code. Der funktioniert auf jedem Gerät mit Kamera, unabhängig von NFC, unabhängig vom Alter des Handys. Unser Google Bewertungsaufsteller kombiniert beides in einem Schild, damit niemand ausgeschlossen wird. Warum die Technik dahinter so funktioniert, steht auf der Seite QR Code Aufsteller.

Häufige Fragen

Wo sehe ich, ob mein Handy NFC hat?

Bei Android in den Einstellungen die Suche öffnen und NFC eingeben. Gibt es einen Treffer, ist NFC vorhanden. Beim iPhone entscheidet allein das Modell: ab iPhone 7 ist NFC nutzbar, ab iPhone XS auch ohne App.

Hat mein Tablet NFC?

Meistens nicht. Bei Tablets ist NFC deutlich seltener verbaut als bei Smartphones, auch bei teuren Modellen. Der Selbsttest über die Einstellungssuche funktioniert genauso.

Was ist der Unterschied zwischen NFC und RFID?

NFC ist eine Untergruppe von RFID. Beide übertragen Daten per Funk über kurze Distanz. Der Unterschied: RFID ist für größere Reichweiten und einseitige Kommunikation ausgelegt, etwa bei Warensicherung. NFC arbeitet nur über wenige Zentimeter und kann in beide Richtungen kommunizieren, weshalb es für Bezahlvorgänge und Smartphones taugt.

Ist mein Personalausweis NFC-fähig?

Ja, alle deutschen Personalausweise seit November 2010 enthalten einen Chip, der per NFC ausgelesen werden kann. Das ist die Grundlage für die Online-Ausweisfunktion. Mit einem NFC-Aufsteller hat das nichts zu tun, die Technik ist dieselbe, der Anwendungsfall ein anderer.

Verbraucht NFC Akku?

Kaum messbar. NFC ist im Standby nahezu stromlos und wird erst aktiv, wenn ein Tag oder ein Lesegerät in Reichweite kommt. Es gibt keinen praktischen Grund, NFC dauerhaft auszuschalten.

Stand und Pflege dieser Seite

Diese Übersicht wird aktualisiert, wenn sich die Herstellerlage ändert. Letzte Prüfung: August 2026. Quellen: Apple-Dokumentation zum Background Tag Reading, Herstellerangaben zu den jeweiligen Modellreihen.

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